Seismik

Was sind seismische Untersuchungen?  

Seismische Untersuchungen werden genutzt, um in der Erdkruste Orte zu finden, in denen Erdgas eingeschlossen sein könnten. Seismische Messungen sind Echolotmessungen in die Erde hinein, d.h. Schallwellen werden in das Erdinnere gesendet. Dort werden sie von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert, woraus sich dann ein Echobild des Untergrundes ergibt (s. Abbildung links).

Das Prinzip der Seismik ist dem des Echolots, das auf Schiffen zur Messung der Wassertiefe genutzt wird oder dem in der Medizin angewendeten Ultraschall sehr ähnlich.

Mit Ultraschall kann in das Innere eines Menschen hineingeschaut werden, ohne ihm  Schaden zuzufügen. Die Messinstrumente zur Erzeugung von Sounds und zum Empfang der Echos unterscheiden sich je nach Anwendung. Auf Schiffen und in der Medizin können Schallwellen mit denselben Instrumenten ausgesendet und empfangen werden, und die Daten sind sofort nutzbar.  Messungen in die Tiefe der Erde sind dagegen etwas komplizierter, insbesondere die Datenaufbereitung mit Hochleistungscomputern.

Seismische Untersuchungen werden in Deutschland und in anderen Teilen der Welt seit den frühen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts durchgeführt. Das  Verfahren wurde von dem deutschen Geologen Ludger Mintrop entwickelt. Mintrop erfand einen tragfähigen Seismographen, mit dem aus der Erde kommende Schallwellen gehört und aufgenommen werden konnten. Elektronik, Aufnahmetechnik und vieles andere haben sich seit dieser Zeit signifikant verändert.